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Werbestrategien aus der Schweiz

Werbung © Henry Bonn - Fotolia.com

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Guerilla-Marketing gehört mittlerweile in vielen Firmen zum festen Standard. Soziologisch betrachtet leben wir in einer Welt, in der die knappste Ressource die Aufmerksamkeit ist. Überall wimmelt es von Informationen, grellen Farben und aufwendig aufdringlichen Werbekonzepten. Es beginnt eine Art weisses Rauschen, wo nichts mehr auffällt, was den herkömmlichen Konzepten der Werbestrategie nachgeht. Gefragt sind neue, gezielte Konzepte, die auffallen und aus der Masse herausspringen. Den unzähligen Werbeagenturen ist dieser Trichter auch aufgegangen. Fast jede Agentur beschäftigt sich auch mit solchen Strategien. Ziel ist es hierbei, möglichst angepasst an das Produkt eine Werbung zu konzipieren, die dem Kunden im Kopf bleibt.

Ein Beispiel für so eine Art Werbung liefern die PR-Leute von HBO, als sie ihre neue Crime-Series “Dexter” vermarkten wollten. Sie haben willkürlich Kurznachrichten an unterschiedlichste Menschen aus der Bevölkerung geschickt, in welchen ein gewisser “Dexter Morgan” damit droht, sie umzubringen. Da der Protagonist der Serie ein Serienmörder ist, passte das natürlich wie die Faust aufs Auge.

Die aggressive Art in welcher derartige Werbung herüberkommt, war auch prägend für die Namensgebung. Aber auch viele andere Firmen setzen auf innovative Werbekonzepte, die dem Zeitgeist folgen. Vor allem in den Bereich des Social-Networking werden mittlerweile Geld und Arbeit gesteckt. Hierbei ist auch eine Sonderform interaktiver Werbung zu nennen: das Crowd-Sourcing. Man versucht den Kunden oder User bereits in den Entwicklungsprozess eines Produkts oder einer Marke zu involvieren, um dadurch eine bessere Anpassung an die Zielgruppe zu ermöglichen.Auch in der sonst so konservativen Schweiz haben jetzt die Glöckchen gebimmelt. Auch dort satteln immer mehr Werbeagenturen auf neue Werbestrategien um. Allerdings ist das Budget der dort ansässigen Firmen eher klein, während deutsche Firmen bis zu 20 Prozent ihres Budgets in Guerilla-Werbung investieren, sind es in der Schweiz nur knapp 5.

Marketing und Mittelstand: Die Messe MEiM in Bielefeld

Bielefeld © Eduard Eisfeld - Fotolia.com

Bielefeld © Eduard Eisfeld - Fotolia.com

Um es mittelständischen Unternehmen zu ermöglichen, Kontakte zu knüpfen, um noch erfolgreicher arbeiten zu können, wurde vor einiger Zeit die Messe MEiM ins Leben gerufen. Seit dem erzielte sie beeindruckende Erfolge und kam auch dieses Jahr wieder auf stolze 1.200 Besucher. Hierbei wurden aus einer Vielzahl von Bewerbern 80 attraktive Unternehmen ausgewählt, die sich auf der Messe präsentieren und engere Kontakte zu anderen Firmen oder Abnehmern knüpfen konnten. Besonders hervorgehoben wurde der löbliche Umgang mit Informationsvielfalt. Hierbei lockte die Messe mit interessanten Keyspeakern, wie Jürgen Dawo von Town & Country House oder Andreas Pröve, der seit je her die Menschen mit seinen bahnbrechenden Arbeiten als Fotojournalist in seinen Bann zieht. Viele Unternehmer konnten sich tolle Aufträge und somit unter Umständen den Fortbestand ihres Betriebs sichern.

Oftmals ist es nicht leicht für mittelständische Unternehmen, die Marketingtrommel zu rühren, da hierbei hohe Kosten und eine professionelle Beratung einer einfachen Umsetzung im Wege stehen. Dieses Jahr fand die Messe in Paderborn statt. Aber es gibt Pläne, dass sie 2013 in Bielefeld in die nächste Rune gehen soll. Die Veranstalter freuen sich über die erflogreiche Wirkung der Messe und ihre Wirkung, die sich durch die Besucherzahlen nachweisen lassen. Allerdings wollen sie sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Ein solcher Erfolg sei schön, verpflichte aber zu einer noch intensiveren Arbeit am Messekonzept, damit die Qualität in Zukunft noch gesteigert werden kann. Dabei sind die Kritiker alle samt zuversichtlich, das die Betreiber auf dem besten Wege dahin sind.