Monats-Archive: Februar 2012

Werbestrategien aus der Schweiz

Werbung © Henry Bonn - Fotolia.com

Werbung © Henry Bonn - Fotolia.com

Guerilla-Marketing gehört mittlerweile in vielen Firmen zum festen Standard. Soziologisch betrachtet leben wir in einer Welt, in der die knappste Ressource die Aufmerksamkeit ist. Überall wimmelt es von Informationen, grellen Farben und aufwendig aufdringlichen Werbekonzepten. Es beginnt eine Art weisses Rauschen, wo nichts mehr auffällt, was den herkömmlichen Konzepten der Werbestrategie nachgeht. Gefragt sind neue, gezielte Konzepte, die auffallen und aus der Masse herausspringen. Den unzähligen Werbeagenturen ist dieser Trichter auch aufgegangen. Fast jede Agentur beschäftigt sich auch mit solchen Strategien. Ziel ist es hierbei, möglichst angepasst an das Produkt eine Werbung zu konzipieren, die dem Kunden im Kopf bleibt.

Ein Beispiel für so eine Art Werbung liefern die PR-Leute von HBO, als sie ihre neue Crime-Series “Dexter” vermarkten wollten. Sie haben willkürlich Kurznachrichten an unterschiedlichste Menschen aus der Bevölkerung geschickt, in welchen ein gewisser “Dexter Morgan” damit droht, sie umzubringen. Da der Protagonist der Serie ein Serienmörder ist, passte das natürlich wie die Faust aufs Auge.

Die aggressive Art in welcher derartige Werbung herüberkommt, war auch prägend für die Namensgebung. Aber auch viele andere Firmen setzen auf innovative Werbekonzepte, die dem Zeitgeist folgen. Vor allem in den Bereich des Social-Networking werden mittlerweile Geld und Arbeit gesteckt. Hierbei ist auch eine Sonderform interaktiver Werbung zu nennen: das Crowd-Sourcing. Man versucht den Kunden oder User bereits in den Entwicklungsprozess eines Produkts oder einer Marke zu involvieren, um dadurch eine bessere Anpassung an die Zielgruppe zu ermöglichen.Auch in der sonst so konservativen Schweiz haben jetzt die Glöckchen gebimmelt. Auch dort satteln immer mehr Werbeagenturen auf neue Werbestrategien um. Allerdings ist das Budget der dort ansässigen Firmen eher klein, während deutsche Firmen bis zu 20 Prozent ihres Budgets in Guerilla-Werbung investieren, sind es in der Schweiz nur knapp 5.